Und dann kam die Couplet-AG
Längst vergangen schien dieses Kapitel bayerischer Kulturgeschichte. Bis vier Bayern, bekannt unter dem Namen "Die Couplet-Arterhaltungs-Gesellschaft" (kurz: Die Couplet-AG), die totgesagte Tradition der Volkssänger 1993 nicht nur wieder aufgriffen und die Liedform des Couplets mit neuem Leben erfüllten, sondern diese musikalisch- kulturelle Nische in absoluter Eigenständigkeit erfolgreich neu besetzten.
Satirisch bissige Texte und Couplet-AG-Klassiker wie, "Geh peitsch mi", "A Glaserl Eigenurin" u. "Ich werd nur erregt, wenn ein Mann a Jogginghosn trägt" sind mittlerweile nicht nur in zahlreichen Publikationen und Liederbüchern verewigt, sie werden landauf und -ab von zahllosen, begeisterten Fans öffentlich aufgeführt.
Darüber hinaus sind und waren sie auch die Initialzündung für viele Neugründungen weiterer Kabarett-Formationen in Bayern. Die Begeisterung für die Liedform des Couplets gilt bis zum heutigen Tag. Schließlich legten die kraftvollen und eingängigen Melodien - die Neukompositionen stammen allesamt von Bernhard Gruber - den Grundstein für die Couplet-"ArterhaltungsGesellschaft". In Verbindung mit neuen, aktuellen Ideen und Texten von Jürgen Kirner bilden sie ein ideales Transportmittel für beißende Satire und Hinterfotzigkeiten - anknüpfend an die große Tradition der Münchner Volkssänger.
Weit über 2.000 Auftritte der Couplet-AG zeigen, wie stark das Interesse an ihren kabarettistischen Couplets mit tagesaktuellen Inhalten ist und wie sehr diese musikalisch-kulturelle Nische erfolgreich besetzt und weiterentwickelt werden konnte.
Die Couplet-AG gibt es übrigens auch in der ständigen Volkssängerausstellung im Münchner Valentin-Musäum zu sehen.
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